FRIEDRICH - LIST - SCHULE ULM

3-jähriges Wirtschaftsgymnasium

Abitur nach Maß 

Das Wirtschaftsgymnasium – als Gymnasium der dreijährigen Aufbauform – erfreut sich seit Jahren einer großen Beliebtheit, da es vor allem den Schülern der Realschule, der Berufsfachschule und des allgemeinbildenden Gymnasiums, die den mittleren Bildungsabschluss besitzen, den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife ermöglicht. Dieses Interesse der Schüler an unserer Schule lässt sich dadurch erklären, dass sie eine Doppelqualifikation erwerben: Auf der einen Seite erlangen sie die allgemeine Studierfähigkeit, auf der anderen Seite bereiten sie sich auf den Berufseinstieg vor, sollten sie sich anstelle des Studiums für eine Berufsausbildung entscheiden. Den Schülern sollen Einsichten in volks- und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und Prozesse vermittelt werden, ohne aber die allgemeinbildenden Fächer zu vernachlässigen. Wichtig für die Einsicht in betriebswirtschaftliche Zusammenhänge sind Informatik-Kenntnisse, dem wird auch im Lehrplan Rechnung getragen.

Das Wirtschaftsgymnasium kann alternativ in dem Profil “Internationale Wirtschaft”, in dem Profil “Finanzmanagement” oder in dem allgemeinen Profil “Wirtschaft” besucht werden. Das seit dem Schuljahr 2011/2012 angebotene Profil “Internationale Wirtschaft” trägt der immer stärkeren Internationalisierung und Globalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft und einer international ausgerichteten Hochschulausbildung Rechnung. Auch die Wichtigkeit von Fremdsprachen im Allgemeinen sowie die überragende Bedeutung der englischen Sprache als Konferenz- und Verhandlungssprache im Besonderen werden im Rahmen eines teilweise bilingual durchgeführten Unterrichts berücksichtigt. Das seit dem Schuljahr 2015/2016 neue Profil “Finanzmanagement” baut auf den positiven Erfahrungen mit dem vierstündigen Neigungsfach “Finanzmanagement” auf und erweitert diese zu einem eigenständigen Profil mit finanzwirtschaftlicher Ausrichtung. Die komplexen Zusammenhänge der globalisierten Finanzwelt erfordern sowohl aus Sicht des Einzelnen wie auch aus Sicht der Gesellschaft und der Unternehmen eine vertiefte finanzwirtschaftliche Grundbildung. Das klassische und hervorragend bewährte allgemeine WG-Profil “Wirtschaft” bleibt alternativ in vollem Umfang erhalten und bietet darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten für eine neigungs- und interessens-orientierte Differenzierung und Schwerpunktbildung. Aufnahmebedingungen:

  1. Realschuler, Berufsfachschüler und Schüler einer Gemeinschaftsschule (M-Niveau) mit der Durchschnittsnote “befriedigend” in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Abschlusszeugnis, wobei die Leistungen in jedem dieser Fächer mindestens “ausreichend” sein müssen.
  2. Schüler eines Gymnasiums und Schüler einer Gemeinschaftsschule(E-Niveau) mit dem Versetzungszeugnis von Klasse 9 nach Klasse 10 (Neuregelung) bzw. von Klasse 10 nach Klasse 11.

Ziel des Wirtschaftsgymnasiums ist es, den Schülerinnen und Schülern nicht nur die entsprechende Fachkompetenz, sondern auch Schlüsselqualifikationen wie die Fähigkeit zum Denken in fächerübergreifenden Zusammenhängen, Methodenkompetenz und soziale Kompetenz zu vermitteln. Schulpartnerschaften mit beruflichen Schulen in anderen Ländern der EU tragen dazu bei, die Sprachkenntnisse der Beteiligten zu verbessern. Sie vermitteln lebendige Eindrücke vom Wirtschaftssystem, der Kultur und den Lebensverhältnissen der jeweiligen Länder, oft entstehen daraus persönliche Freundschaften über Grenzen hinweg, eine erfreuliche Tatsache auch im Hinblick auf ein zusammenwachsendes Europa. Es kommt also nicht von ungefähr, dass uns ehemalige Abiturienten, unabhängig von ihrer Studienrichtung, z.B. auch Theologen, Mediziner oder Rechtsanwälte, immer wieder bestätigen, dass ihnen gerade die im Wirtschaftsgymnasium erworbenen Kenntnisse viele Vorteile gebracht hätten.

Für die Eingangsklasse (WG 11):
Studiendirektorin Sandra Thomalla

Für die Jahrgangsstufen 1 und 2 (WG 12 und 13):
Studiendirektor Hermann Geywitz

Tel.: 0731 / 161 – 3883

Für die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums besteht die Möglichkeit an einem klassenübergreifenden Wirtschaftsinformatikzug teilzunehmen, um sich auf diese Weise zusätzliche Informatik-Kompetenz zu erwerben. In einer engen Zusammenarbeit mit dem Fach Wirtschaft sollen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden, die die aktuellen Tätigkeitsfelder in der betrieblichen Praxis repräsentieren. Das Fach Wirtschaftsinformatik wird durchgängig von der Eingangsklasse bis zur Jahrgangsstufe 2 besucht.

Im Fach Global Studies werden sowohl aktuelle weltwirtschaftliche und politische Themen als auch komplexe gesellschaftliche und interkulturelle Fragestellungen in einem handlungsorientierten Ansatz durch die Schülerinnen und Schüler erarbeitet. Es stellt somit eine Vertiefung des Profilfachs Wirtschaft dar. Ein weiteres wesentliches Ziel ist die Förderung der Sprachkompetenz durch die Integration der englischen Sprache als Konferenz- und Verhandlungssprache (ca. 50 %).

Inhaltliche Schwerpunkte im Fach Global Studies sind u.a.:

  • Kulturen im Vergleich
  • Debating
  • Globalisierung der Wirtschaft
  • Bevölkerungsentwicklung und Migration
  • Nachhaltige Entwicklung als globale Aufgabe

Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, den Seminarkurs als besondere Lernleistung entweder in zweifacher Wertung in Block I oder – sofern insgesamt alle Aufgabenfelder abgedeckt sind – in vierfacher Wertung in Block II einzubringen.

Die besondere Lernleistung ist schriftlich zu dokumentieren. In einem Kolloquium stellen die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer besonderen Lernleistung dar, erläutern diese und antworten auf Fragen. Bei Arbeiten, an denen mehrere Schülerinnen und Schüler beteiligt waren, ist die Bewertung der individuellen Leistung erforderlich.

Seminarkursthemen

Die Schulen entscheiden im Rahmen des für die gymnasiale Oberstufe und die Abiturprüfung erforderlichen Niveaus über die inhaltliche Ausgestaltung selbst. Es besteht die Möglichkeit, neue fächerverbindende Themenkreise zu erproben oder für das Schulprofil relevante Projekte durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler sollen bei der Themenfindung einbezogen werden.

Folgende Themen wurden u.a. im Seminarkurs bearbeitet:

  • EZB in der Wirtschaftskrise
  • Gemeinschaftswährung EURO – Bremse oder Motor für die deutsche Wirtschafts- entwicklung?
  • Die EU-Agrarfonds – Empfänger ohne System oder System mit Empfänger?
  • Strukturwandel im Alb-Donau-Kreis als Folge der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft
  • Ulmer Münster – die Finanzierung der Instandhaltung