Dank eines GLK-Beschlusses fährt der RUL-ZUG wieder.

Das Kollegium hat mit großer Mehrheit entschieden, dass der Prozess weiterlaufen soll. Schließlich ist das, was ursprünglich als Comenius-Projekt startete (2005 – 2008) und sich ab 2009 als RUL = RUND UMS LERNEN – Prozess etabliert hat, schon zehn Jahren alt. Über die einzelnen Fächer hinausgehende methodische Kompetenzen in den Bereichen Lern- und Arbeitstechniken, Informationsbeschaffung und Informationsverarbeitung sowie Präsentationstechniken sind sehr wichtig und das Kollegium der FLS scheut keinen Aufwand, diese unseren Schülern am Wirtschaftsgymnasium gezielt zu vermitteln.

Es war wie immer eine organisatorische und methodische Herausforderung: Ein großer Lehrerbedarf und viele Klassenräume sind zur Durchführung notwendig. Team-Teaching in Kleingruppen heißt konkret: 32 Lehrer sind jeweils an zwei Tagen im Einsatz – in 16 Gruppen wird mit halber Klassenstärke von ca. 13 – 14 Schülern mit zwei Lehrern unterrichtet.

Am 20. März fand der „TEXTE-TAG“ und am 28. März der „PRÄSENTATIONS-TAG“ für unsere Eingangsklassen am WG statt.

Der „TEXTE-BESSER-VERSTEHEN“-TAG war gefüllt mit Lesefitness-Test, Exzerpieren, dem Kennenlernen und Anwenden von Strukturbegriffen und dem Erstellen eines Strukturbilds auf der Grundlage eines Textes. Es waren spielerisch-kreative Phasen bei der Arbeit mit den Texten geboten. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich beim intensiven Lesen und beim Unterstreichen und Zusammenfassen der Informationen anstrengen und am Ende eine harte Nuss knacken, als sie einen SWP-Artikel zerlegten.

Beim „ICH-als-Teil-meiner-Präsentation“-TAG ging es vornehmlich um die Schulung der nonverbalen Kompetenzen des Präsentierenden sowie um die professionelle und mentale Vorbereitung. Es wurden gezielt Wirkungsfaktoren einer Rede besprochen und dementsprechend die Stimme sowie die Körpersprache überdacht und Übungen dazu gemacht. Bei einer Stehgreifrede mit drei zugelosten Wörtern bestand die größte Herausforderung des Tages für jeden Schüler darin, eine zweiminütige Rede vor der Gruppe zu halten. Diese Rede wurde dann nach den erarbeiteten Kriterien der „Sandwich-feedback“-Methode besprochen.

Nun ist zu hoffen, dass unsere Schülerinnen und Schüler das Gelernte umsetzen, so dass sie gewappnet sind für lange Oberstufentexte und uns die „Präsentations-Killer“ in den GFS ersparen.
Für das Schuljahr 2019/20 wäre es schön, wenn der Zug wieder mit Volldampf fahren und die Mannschaft Verstärkung durch neue Lokführer bekommen würde! Der „RECHERCHIEREN-TAG“ wartet schon auf die Schüler in Jahrgangstufe 1…

von Annette Naumann (Prozessverantwortliche für ICH-Präsentieren)