Insgesamt verbrachten drei BF1-Klassen Tage der Orientierung in Pfronten. Alle drei Klassen hatten das Thema „Sucht“ gewählt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Suchtprävention, d.h. wodurch kann die Persönlichkeit der Einzelnen gestärkt und das Umfeld, in unserem Fall die Klasse, so gestaltet werden, dass die Gefahr, einer Sucht zu erliegen, möglichst gering gehalten wird. Dank des wunderbaren Winterwetters und enormer Schneemassen konnten wir viele Aktionen draußen durchführen.

Der Einstieg war am ersten Nachmittag ein „Werte-Parcours“, bei dem die Einzelnen aus einer Liste von Werten, z. B. Gesundheit, Freiheit, Frieden, Freundschaft …, die zehn wichtigsten auswählen mussten. Verschiedene Hindernisse, ein Berg, bis zu dessen Gipfel man durch tiefen Schnee stapfen musste, ein Schneefeld, das blind überquert werden musste …, mussten dabei in 2er-, 4er-, 12er- Gruppen bewältigt werden. Vor jedem Hindernis musste sich die Gruppe auf insgesamt zehn Werte einigen. Spannend war die Diskussion am Schluss: Was brauchen wir, um ein glückliches Leben zu führen?

Selbstverständlich durfte auch das Turnier am Abend nicht fehlen, bei dem in 3er-Gruppen Tischtennis, Fußball, Tischkicker und Stadt-Land-Fluss, alle gegen alle, gespielt wurde. Einige legten einen enormen Ehrgeiz an den Tag und nahmen bei der Siegerehrung stolz ihre Preise entgegen. Ein Highlight für alle drei Klassen war das Schlittschuhlaufen in der örtlichen Eislaufhalle.

Alle (die meisten) wagten sich aufs Eis und es war eine gute Erfahrung für die Gemeinschaft, zu erleben, wie groß die Bereitschaft war, sich gegenseitig zu ermutigen, an die Hand zu nehmen und profireife Kunststücke zu bewundern. Beeindruckend war die Rücksicht gegenüber den anderen Eisläufern.

Das Haus St. Hildegard mit seiner großen Gastfreundschaft und einer Einrichtung, die für Jugendliche und unsere Bedürfnisse ideal ist, trägt regelmäßig zum Gelingen der Veranstaltung bei. Nicht zu unterschätzen für das Wohlbefinden ist die wunderbare Lage des Ortes, eingebettet zwischen Berggipfeln und Natur pur. Den Abschluss des zweiten Abends bildet, wenn es das Wetter zulässt, eine Fackelwanderung mit Blick auf die erleuchteten Burgen ringsum und mit etwas Glück den traumhaften Sternenhimmel.

Ursel Rapp

Ursel Rapp