Im Rahmen ihrer Ausbildung sollen Industriekaufleute lernen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und daraus unternehmenspolitische Entscheidungen zu treffen. Die daraus resultierende Verbindung von theoretischen mit praktischen Inhalten kann gut in einem Planspiel umgesetzt werden. Seit einigen Jahren ist ein solches Planspiel bei den Industrieklassen im letzten Ausbildungsjahr an der FLS Bestandteil der Projektkompetenz. Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer stellen die „Planspieltage“ eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht dar.

Auch dieses Jahr fanden wieder Planspieltage in Unterjoch statt.

Am Montag, 19. November 2018, machten sich daher die Klassen 3KI1 und 3KI2 sowie vier Lehrerinnen und Lehrer auf den Weg ins Allgäu nach Unterjoch. Fortan versuchten zehn fiktive Unternehmen, mit der Gestaltung und dem Handel von T-Shirts ihren Umsatz und ihren Gewinn zu erhöhen. Bis in die Nacht hinein wurden Strategien entwickelt und Pläne geschmiedet. Stets dienten die Lehrerinnen und Lehrer als Ratgeber und Ansprechpartner bei allerlei Fragen. Am Mittwoch, 21. November 2018, konnten alle Unternehmen ihre Ergebnisse auf einer fiktiven Gesellschafterversammlung präsentieren und der Sieger des Planspiels stand fest. Nachmittags ging es bereits zurück nach Ulm. 

Gleichzeitig machte sich eine zweite Gruppe, welche die Einführungsveranstaltung der Planspieltage in Ulm an der Schule hatte und die sich aus den Klassen 2BKAI und 2KI3Z sowie drei Lehrerinnen und Lehrern zusammensetzte, am Mittwoch, 21. November 2018, auf nach Unterjoch.

Mit dabei waren drei Französinnen der Schule Lycée la Martinière Duchère in Lyon, welche im Rahmen des ERASMUS-Projekts „VEED“ einen Austausch an unsere Schule machten. Auch hier kämpften acht fiktive Unternehmen um Marktanteile und den höchsten Umsatz.

Die Schülerinnen und Schüler trafen Unternehmensentscheidungen und bereiteten mit tatkräftiger Unterstützung der französischen Austausch-schülerinnen ihre Ergebnisse für die Gesellschafterversammlung vor. Am Freitag, 23. November 2018, wurden die Ergebnisse vorgestellt und nachmittags ging es mit dem Bus zurück nach Ulm.

Neben den wirtschaftlichen Pflichten blieb den Schülerinnen und Schülern im „Haus Bergheim“ genügend Zeit, um sich am Tischkicker oder beim Klettern abzulenken und den Kopf wieder frei zu bekommen. Eine kleine Wanderung am Dienstag bzw. Donnerstag bot interessante Einblicke in die Allgäuer Bergwelt.

Im Gepäck waren eine Vielzahl von Erkenntnissen und Erlebnissen, die sowohl das weitere Berufsleben als auch den Zusammenhalt in den Klassen betreffen.

Julia Rundio, Johannes Franke